Das Malz, der "Körper" des Biers.

Unterschied zwischen Gerste und Malz

Die Begriffe Gerste und Malz werden meistens im gleichen Zusammenhang verwendet. Die Gerste ist – neben Wasser, Hopfen und Hefe – eine der vier Grundbestandteile von Bier. Um sie jedoch für den Brauvorgang nutzbar zu machen, wird sie nach der Reinigung in Wasser eingeweicht. In diesem Zustand wird sie solange belassen, bis sie keimt. Danach wird sie gedarrt (getrocknet) und dann gemahlen, in der Fachsprache: »geschrotet«. Diesen Vorgang nennt man Mälzen. Aus der Gerste wird (Gersten)Malz. Aber man kann auch andere Getreide „mälzen“. Weizenmalz ist eine notwendige Zutat zum Weißbier!

Durch die gezielte Auswahl der Temperatur beim Darren entscheidet der Mälzer über die Farbe und Geschmack des wichtigen Rohstoffes Malz - und damit auch über die Farbe des fertigen Bieres. Der Mälzer steuert den Ablauf allein durch die optimale Steuerung von Feuchtigkeit, Temperatur und Belüftung. Bei untergärigen Bieren darf nur Gerstenmalz verwendet werden. Für obergärige Sorten darf auch anderes Malz, zum Beispiel Weizen-, Roggen- oder Dinkelmalz zum Einsatz kommen.

Kräftig und voller Geschmack

Viele Malzsorten kann man anhand ihrer Farbe leicht voneinander unterscheiden. Das hellste Malz ist das „Pilsner“ Malz, etwas dunkler sind Wiener und Münchner Malz. Röstmalz ist fast schwarz. Es wird nach der Darre noch in großen Trommeln geröstet. Sondersorten sind zum Beispiel Sauermalz, Karamellmalz oder sogenanntes „Melanoidinmalz“ – letzteres verleiht Bieren einen schönen, rötlichen Farbton. Insgesamt stehen dem Brauer mehr als 40 Malzsorten zur Verfügung. Abhängig vom Bierstil wird die „Schüttung“ gewählt – so nennt man die Malzmischung für einen Sud. Dabei werden oft verschiedene Sorten zusammengemischt.

Typische Malzaromen im Bier erinnern an den Duft von Honig, Getreide, Dörrobst, Brot, Lebkuchen, oder Karamell.

Typische Röstmalzaromen im Bier erinnern an den Duft von Kaffee, Kakao, Schokolade, Pumpernickel, oder dunklen Beeren.

Typische Rauchmalzaromen im Bier erinnern an den Duft von Speck und Leder.

18 Biersorten- 18 Persönlichkeiten mit
unterschiedlichem Charakter

Um solch eine Biervielfalt zu erhalten, müssen die Autenrieder Braumeister eine sorgfältige Auswahl der Malzsorten im Vorfeld treffen.
Das helle, oder sogenannte Pilsner Malz verwenden wir z.B. für das Urtyp Hell, oder Pilsner. Im Bereich der Spezialbiere liest man jedoch bei der Schlossbrauerei Autenried immer wieder von Karamell- oder Röstmalz. Dies wird  z.B. bei der Herstellung des Autenrieder Festbiers verwendet. Röstmalz gibt dem Festbier die gewohnt kastanienbraune, glanzklare Farbe und auch einen leichten Kaffeeduft. Das Karamellmalz bereitet ein angenehmes weiches Gefühl beim Trinken und zieht passend zur kalten Jahreszeit einen sehr wärmenden Abgang nach sich. Mit der richtigen Mischung entsteht so ein wunderbares, unverwechselbares Weihnachtsbier.

Eigene Wege im Bereich der sogenannten „ Craft-Biere“ geht die Schlossbrauerei Autenried mit Ihren neuen Kreativ-Biersorten, dem „Schlossbräu EDELBOCK“ und dem neu kreierten  „ Schlossbräu PORTER“.
Durch die Auswahl ganz besonderer Malze besticht der EDELBOCK durch seine besonders helle Farbe, seinen schneeweißen Schaum und seine überwältigende Fruchtigkeit. Das „PORTER“ hat eine tiefschwarze Farbe, Aromen von Kaffee und Bitterschokolade und einen cremig- beigefarbenen Schaum, stabil vom Antrunk bis zum letzten Schluck.

Mit handwerklichem Geschick und gekonnter Auswahl der Malze werden in der Schlossbrauerei Autenried 18 unterschiedliche Bierspezialitäten gebraut. Jede davon  mit einem  unverwechselbarer Geruch, Aussehen und Charakter. Man spürt die Leidenschaft der Brauer für Ihr Autenrieder Bier.