Hefe

Als letzte, aber genauso wichtige Zutat für das Bier wird die sogenannte Reinzuchthefe zugegeben. Die Hauptaufgabe der Hefe ist es, die bereits abgekühlte Bierwürze zum Gären zu bringen. Bei dieser Gärung entstehen aus Malzzucker Kohlensäure und Alkohol. Neben dem Alkohol produzieren die Hefezellen bis zu 300 flüchtige und nichtflüchtige Nebenprodukte, darunter weitere Alkohole, Ester, Aldehyde u.a., die maßgeblich den Geschmack des Bieres mit prägen. Je nachdem, ob die Hefe nach der Gärung im fertigen Bier verbleibt oder nicht, spricht der Brauer von filtriertem oder unfiltriertem Bier.

In der Natur kommt Hefe in den unterschiedlichsten Stämmen vor. Heute werden in Deutschland zum Bierbrauen nur noch Reinzuchthefen- also Stämme völlig gleicher Heferassen verwendet, um eine gleichbleibende Bierqualität zu erlangen.

Hefe hat die Eigenschaft, sich während des Brauens selbst zu vermehren. Nach dem Brauen können die verwendeten Hefen gereinigt und so mehrfach verwendet werden.

Bei den Hefen unterscheidet der Brauer grundsätzlich zwischen ober- und untergärigen Heferassen. Obergärige Hefen schwimmen bei der offenen Gärung am Endes des Gärprozesses an der Oberfläche des Jungbieres, untergärige Hefen setzen sich am Boden der Gärgefäße ab. Je nachdem welche Hefen wir im Brauprozess verwenden, erhalten wir obergärige oder untergärige Biere.

Wir in Autenried züchten eigene Reinzuchthefe aus unseren unter- und obergärigen Hefestämmen selbst. Dadurch haben wir immer junge, frische gärkräftige Hefen. Dies ist die Grundlage für eine gleichmäßige gute Gärung und für den besonderen Autenieder Biergeschmack.